Wasser im Keller
Wasser im Keller

Wasser im Keller nach Starkregen – was tun?

Wenn nach Starkregen Wasser in den Keller eindringt, zählt zuerst die Ruhe – dann die richtige Reihenfolge: sichern, abpumpen, trocknen, Ursache klären. Wer voreilig handelt oder das Problem nach der Trocknung ignoriert, erlebt es beim nächsten Unwetter erneut. Die Sofortmaßnahmen und die Frage nach der dauerhaften Lösung klären wir hier – bis hin zur passenden Kellerabdichtung.

Eingang zu einem Keller

Warum dringt nach Starkregen Wasser in den Keller?

Die Ursache bestimmt die Lösung – deshalb lohnt es sich, sie zu kennen.

Rückstau aus der Kanalisation Bei intensivem Niederschlag nimmt das Kanalnetz mehr Wasser auf als es ableiten kann. Das Wasser drückt durch Bodenabläufe, Toiletten und Rohranschlüsse zurück in den Keller. Dieser Vorgang heißt Rückstau und ist eine der häufigsten Ursachen für überflutete Keller nach Starkregen. Die Lösung ist eine Rückstauklappe – das ist eine Aufgabe für den Sanitärinstallateur, nicht für den Abdichter.

Oberflächenwasser Versiegelte Flächen rund ums Haus – Terrassen, Einfahrten, Gehwege – leiten Regenwasser direkt zum Gebäude. Es dringt durch Lichtschächte, undichte Übergänge oder Türspalten ein. Hier helfen bauliche Anpassungen an der Entwässerung und gezielte Abdichtung kritischer Punkte.

Stauwasser im Boden Bei schweren, bindigen Böden versickert Niederschlag kaum. Das Wasser staut sich, sättigt den Boden vollständig und baut Druck gegen die Kellerwand auf. Eine fachgerecht verlegte Drainage leitet dieses Wasser ab, bevor es zum Problem wird.

Fehlende oder beschädigte Abdichtung Altbauten ohne normgerechte Abdichtungsebene sind bei Starkregen besonders anfällig. Das Wasser findet jeden Schwachpunkt – und nutzt ihn.

Sofortmaßnahmen nach dem Wassereintritt

Klare Reihenfolge, keine Ausnahmen:

1. Strom abschalten – Bevor Sie den Keller betreten, Sicherung für den Kellerbereich herausdrehen. Wasser und Strom sind eine lebensgefährliche Kombination.

2. Wasser abpumpen – Tauchpumpe einsetzen oder bei größeren Mengen die Feuerwehr rufen. Nicht warten bis das Wasser von selbst abläuft.

3. Belüften und trocknen – Fenster öffnen, Entfeuchter aufstellen, nasse Gegenstände sofort aus dem Keller räumen. Schimmelbildung beginnt innerhalb von 24 bis 48 Stunden.

4. Schäden dokumentieren – Fotos und Videos vor der Beseitigung anfertigen. Die Dokumentation ist Voraussetzung für Versicherungsansprüche und erleichtert die spätere Diagnose durch den Fachbetrieb.

5. Ursache nicht ignorieren – Trocknen löst das Problem nicht. Wer die Ursache nicht beseitigt, erlebt denselben Schaden beim nächsten Starkregen.

Trockenphase einer Kellerinnenabdichtung

Dauerhafte Lösung: Drainage und Abdichtung

Je nach Ursache führt ein anderer Weg zur dauerhaften Lösung:

Rückstau aus der Kanalisation → Rückstauklappe nachrüsten lassen. Zuständig ist der Sanitärinstallateur.

Oberflächenwasser → Grundstücksentwässerung prüfen, Lichtschächte sichern, kritische Übergänge abdichten.

Stauwasser und Druckwasser → Drainage verlegen, bei beschädigter oder fehlender Abdichtung kombiniert mit Außenabdichtung.

Fehlende oder beschädigte Abdichtung → Vor-Ort-Diagnose durch Fachbetrieb, dann strukturiertes Abdichtungskonzept für den nassen Keller.

Wer nach dem ersten Ereignis handelt, verhindert das zweite.

Daniel Becker_DaBeKo_Bauwerksabdichtung_Koeln

Haben Sie Fragen oder brauchen Beratung?

Wir helfen Ihnen gerne weiter und stehen Ihnen immer zur Seite. – Bauwerksabdichtung in Leverkusen

Ursache, Sofortmaßnahme und dauerhafte Lösung im Überblick

Ursache Sofortmaßnahme Dauerhafte Lösung
Rückstau Kanalisation
Wasser abpumpen
Rückstauklappe nachrüsten
Oberflächenwasser
Eintrittspunkte sichern
Entwässerung verbessern, Übergänge abdichten
Stauwasser / Druckwasser
Pumpen, trocknen
Drainage verlegen
Fehlende Abdichtung
Trocknen, dokumentieren
Vor-Ort-Diagnose, Abdichtungskonzept

Wann ist der Schaden durch die Versicherung gedeckt?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht – das hängt von der jeweiligen Police ab. Eine erste Orientierung:

Die Hausratversicherung deckt in der Regel Schäden an beweglichen Gegenständen, nicht am Gebäude selbst.

Die Wohngebäudeversicherung greift bei Leitungswasserschäden – Starkregen und Überflutung sind meist nicht automatisch enthalten.

Die Elementarschadenversicherung ist die relevante Police bei Überschwemmung durch Starkregen – aber nur wenn sie ausdrücklich vereinbart wurde. Viele Verträge enthalten sie nicht standardmäßig.

Wichtig: Schäden sofort beim Versicherer melden und vor der Beseitigung vollständig dokumentieren. Ob ein konkreter Schaden gedeckt ist, klärt der Versicherer – das ist nicht Aufgabe des Handwerkers.

Häufige Fragen nach Starkregen im Keller

Wie schnell muss ich nach einem Wassereintritt handeln?

So schnell wie möglich – vor allem wegen Schimmel. Schimmelsporen beginnen bei Feuchtigkeit und Wärme innerhalb von ein bis zwei Tagen zu wachsen. Je schneller der Keller getrocknet wird, desto geringer das Folgerisiko.

Kann ich den Keller nach einer Überflutung selbst trocknen?

Kleine Mengen mit einem Entfeuchter und guter Belüftung ja. Bei größeren Wassereintritten oder durchfeuchteten Wänden und Böden empfiehlt sich ein professioneller Trocknungsdienst – Mauerwerk hält Feuchtigkeit länger als es von außen aussieht.

Was ist eine Rückstauklappe und brauche ich eine?

Eine Rückstauklappe ist ein Rückschlagventil im Abwassersystem, das verhindert dass Wasser aus der Kanalisation zurück ins Haus drückt. Wer regelmäßig nach Starkregen Wasser durch Bodenabläufe oder Toiletten bekommt, braucht sehr wahrscheinlich eine. Einbau und Beratung übernimmt ein Sanitärinstallateur.

Mein Keller läuft jedes Mal voll wenn es stark regnet – was ist die Ursache?

Das deutet auf ein strukturelles Problem hin – entweder Rückstau, Stauwasser oder eine fehlende beziehungsweise beschädigte Abdichtung. Wiederkehrender Wassereintritt in Nordrhein-Westfalen und anderswo ist kein Zufall, sondern ein Zeichen dass eine dauerhafte Maßnahme notwendig ist.

Zahlt die Versicherung wenn der Keller nach Starkregen unter Wasser steht?

Nur wenn eine Elementarschadenversicherung besteht und Starkregen oder Überschwemmung dort als Schadensursache aufgeführt ist. Standard-Wohngebäudeversicherungen decken das in der Regel nicht ab. Im Zweifel direkt beim Versicherer nachfragen – vor der Beseitigung des Schadens.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Keller nach Starkregen unter Wasser? Wir klären die Ursache und planen die dauerhafte Lösung – damit es beim nächsten Regen trocken bleibt.

Daniel Becker Bauwerksabdichtung ist Ihr regionaler Fachbetrieb für Kellerabdichtung und Feuchtesanierung.

Daniel Becker
Bauwerksabdichtung
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Telefon: 0 21 71 – 7 76 66 65
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